Aktuelle Situation in Kenia
 

Zurück gekommen von meiner letzten Reise nach Mombasa, Kenia, am 10. Februar 2021 möchte ich Ihnen einmal einen kurzen Lagebericht geben.

Ebenfalls wie wir hier in Deutschland so haben auch die Kenianer mit diversen Einschrän-kungen  wegen der Pandemie zu leben. Auf den ersten Blick erscheint alles als liefe es seinen gewohnten Gang. Aber die Menschen leiden. 

 

Das tägliche Leben ist  bestimmt von diversen Verboten. So ist ab 9.00 Uhr abends bis 4.00 Uhr morgens  Ausgehverbot, jeder hat zu Hause zu sein. Eine Zuwiderhandlung wird mit hohen Geldstrafen oder sogar Gefängnis bestraft. 

In den Matatus (Kleinbussen)  darf nur die Hälfte der Plätze besetzt werden, die anderen Fahrgäste müssen die leer gebliebenen Plätze mit bezahlen. Also ist das beliebte Verkehrsmittel, das Matatu, sehr teuer geworden. Die Menschen müssen zu Fuß gehen, wenn sie längere Strecken zu bewältigen haben, da die armen Menschen das Fahrgeld nicht mehr bezahlen können.

Die Pkw`s dürfen nur die Hälfte der Sitzplätze belegen. 

Die Preise für Nahrungsmittel und  Benzin sind in die Höhe geschnellt, alles wird  von Woche zu Woche teurer.

 

Die Menschen „up country“ also in den höheren Lagen, leiden vermehrt unter den Heuschrecken Schwärmen, die ihnen die ganze Ernte verfressen. 

Bei uns an der Küste gibt es keine Heuschrecken Schwärme aber die meisten Menschen haben ihre Jobs verloren, da sie zu 80 % vom Tourismus leben. So verdienen alle Hotelangestellten, Taxi- und Tuktukfahrer kaum noch Geld, um ihre Familien ernähren zu können. Auch können sie die Schulen ihrer Kinder nicht mehr bezahlen. 

 

Unsere Kinder konnten nach dem schullosen Jahr 2020 seit Januar wieder in die Schule gehen, was sie begeistert hat. Allerdings sind nun seit 17. März die Schulen wieder geschlossen, da Ferien sind. Nur die Abschlussklassen von Grundschule und Oberschule haben Unterricht, um ihre Abschluß-Prüfungen zu machen. Ab 10. Mai beginnen die Schulen dann wieder für das nächste Schuljahr. Durch das verloren gegangene Jahr 2020 hat sich alles verschoben,  die Zeiten für Ferien wurden geändert und das Schuljahr 2021 verkürzt.

 

Es wird zu sehen sein, wie sich das Jahr 2021 entwickelt und ob die Kenianer mit Covid 19  einigermaßen gut durch die Pandemie kommen. 

 

Unser Freund und Arzt Dr. Julius berichtet von steigenden Krankenzahlen in seiner Klinik, die Schlange der Wartenden reißt von morgens bis abends nicht ab. Es erstaunt mich immer wieder, wie schlecht die Ärzte in Kenia ausgebildet sind und wie unwissend sie vielfach die falschen Medikamente verschreiben, an denen die Menschen dann manchmal versterben, wenn sie nicht rechtzeitig z. B. zu Dr. Julius kommen und der ihnen dann die richtigen Medikamente verschreibt. 


So kann man auch den Zahlen der Infizierten und Corona Toten nicht glauben, da zum Einen nicht feststeht, wie viel und genau überhaupt geprüft oder getestet wird, und zum Anderen nicht weiß, was alles „unter den Tisch gekehrt „ wird. Leider sind auch Ärzte in Kenia korrupt und behandeln Kranke ohne eigentliches Wissen über Monate und Jahre, ohne dass sie die geringste Ahnung von der Heilung haben.  Dies wurde mir mehrfach von Dr. Julius bestätigt. 

Inzwischen zeigt sich, dass Covid-19 in Kenia keine Randerscheinung mehr ist, sondern weite Kreise zu ziehen scheint. Und so verharrte  das Land weiter in einem strikten Lockdown mit strengen Ausgangssperren. 

Auch mir wollte man verbieten, zu den Kindern zu fahren und sie zu besuchen, allerdings habe ich mich nicht davon abbringen lassen, wenngleich die Besuche auch nicht so oft waren, wie ich sie sonst gerne gemacht hätte. 

Ich hoffe, dass  so bald wie möglich wieder Flüge von Frankfurt nach Kenia gehen, so dass ich mich wieder persönlich und hoffentlich mit mehr Besuchen um die Kinder kümmern kann.  Aber wie es dann in dem Land aussieht, ist noch ungewiss.

Warten und hoffen wir, dass es alles nicht so schlimm kommt, wie befürchtet wird und dass  dieses wunderbare  Land sich schnell wieder erholt.  

 

Barbara Ernst

 

 

 

 

Ein Lagebericht aus Mombasa und von unseren Kindern im Waisenhaus

 

Wir alle haben hier in Deutschland mit den Einschränkungen wegen der Corona Krise zu 

 

 

kämpfen. Die meisten Menschen stehen zusammen, um eines Tages einmal wieder einen geregelten Alltag erleben zu können. Es wird wohl danach ein anderes Leben sein. Wir haben viel aus diesen „Stürmen“ gelernt, durch die wir hindurch gehen mussten und wir können uns freuen und glücklich schätzen, wenn wir unbeschadet daraus hervor gehen.

Eine ganz andere Lage zeigt sich dagegen in Kenia. Hier in Europa sagt man, dass Afrika bisher ganz glimpflich durch die Corona Krise gekommen ist, ausgenommen vielleicht Südafrika.

Aber wenn man vor Ort ist, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Man hört hier nichts von den Ängsten und Nöten der Menschen im fernen Kenia. Aber die Menschen leiden.

Die Situation der Menschen dort wird immer fataler, ja zunehmend bedrohlicher.

Derzeit 6070 Infizierte, 143 Tote laut der jüngsten Fallzahlen vom 28.Juni 2020.

Das hört sich nicht viel an. Ob diese Zahlen wirklich stimmen, kann man nicht zu 100% sagen. Aber es wird auch in Kenia immer mehr getestet.  Gestern erreichte mich eine Nachricht von unserem befreundeten Arzt Dr. Julius, dass die Zahlen in Kenia stark ansteigen.

 

Inzwischen zeigt sich, dass Covid-19 in Kenia keine Randerscheinung ist, sondern weite Kreise zu ziehen scheint. Und so verharrte  das Land weiter in einem strikten Lockdown mit strengen Ausgangssperren, die allerdings jetzt langsam gelockert werden sollen, da die Wirtschaft am Boden  liegt.

Vielleicht können Sie sich vorstellen, was das in Kenia bedeutet. Das Leben spielt sich nor-malerweise im Freien ab. Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten und nicht gemeinsam das Leben in den Städten und Dörfern zu leben, war bis Februar in Kenia undenkbar. Was die Pandemie mit den Seelen der Menschen anstellt, ist bis jetzt nicht absehbar.

 

Seit März befindet sich ganz Kenia wegen der Corona-Pandemie im Lockdown. Schulen sind geschlossen, die Menschen dürfen nicht zwischen den 37 Distrikten des Landes reisen, die allermeisten Arbeitsplätze der Leute  sind vernichtet. Das bedeutet für die meisten Menschen: kein Einkommen, kein Geld, keine Lebensmittel, aber Miete zahlen und viele Kinder ernähren.

 

Kürzlich ging ein rührender Bericht durch die Zeitungen: eine Mutter mit 5 Kindern hatte nichts mehr zu essen und so kochte sie abends Steine in Wasser in einem großen Topf, damit ihre Kinder dachten, am nächsten Morgen gibt es Frühstück und endlich wieder etwas zu essen. Am nächsten Morgen war die Enttäuschung groß.

Oder der alte Großvater der 5 Enkelkindern hat: er sammelte  Abfall auf den Müllplätzen wie alten Mais, der bereits zum Teil verschimmelt war und alte Bohnen die hart und ungenießbar waren, nur damit seine 5 Enkelkinder etwas zum Essen hatten, auch wenn ihre Mägen das schreckliche Essen nicht verdauen konnten.

 

 

 

So schlecht geht es unseren Kindern Gott sei Dank nicht. Sie haben zu Essen. Allerdings einfach und wenig abwechslungsreich.

Der Leiter Joseph wohnt etliche Kilometer von den Kindern entfernt und kann wegen des Lockdowns nicht zu ihnen fahren und sie besuchen.

 

Gott sei Dank kümmert sich unser kenianischer Freund und Arzt Dr. Julius um die Kinder. Ihm ist es wegen seiner Arzttätigkeit erlaubt, sich von A nach B zu bewegen und er kann zu den Kindern  fahren und ihnen Nahrungsmittel bringen.

Sie sitzen allerdings ständig zu Hause, haben keinerlei Abwechslung, keine Schule,  keine Kirchenbesuche, nichts womit sie sich erfreuen und unterhalten können.

Selbst die wenigen Wochen meiner Anwesenheit waren in diesem Frühjahr statt 9 Wochen auf 3 Wochen reduziert durch meine vorzeitige Abreise wegen Corona. Es gab keine Spiel-tage, kein Schwimmen im Pool oder Besuche am Ozean und kein gemeinsames Kochen. Es war einfach traurig.

 

Nun erreichte mich die Nachricht heute, dass die Schulen nicht vor 2021 wieder eröffnet werden.  Ich denke voller Mitleid an unsere älteren  Kinder, die entweder die Oberschule besuchen, oder in einer Abschlussklasse sind und in diesem Jahr eigentlich ihre Prüfungen für den Schulabschluss oder den Übergang zur Oberschule hätten machen müssen. Sie haben alle ein ganzes Jahr verloren, denn die Schulen wurden bereits im Februar geschlossen.

Sie sind alle sehr traurig.

 

Ebenfalls hörte ich heute, dass der Lockdown nun ab sofort aufgehoben wurde, da die Wirtschaft  in Kenia total kollabiert. Die meisten Menschen haben keine Tätigkeiten d. h. keine Einkommen mehr. Also bricht der Hunger aus dort.

 

Die gute Nachricht ist: Ab August sollen wieder Flüge von Europa nach Kenia gehen, so dass ich mich wieder persönlich kümmern kann um die Kinder.  Aber wie es dann in dem Land aussieht, ist noch ungewiss.

Warten und hoffen wir, dass es alles nicht so schlimm kommt, wie befürchtet wird und dass  das Land sich erholt.  Lassen sie uns alle beten und auf das Beste hoffen.

 

 

Barbara Ernst

Reise vom 24.Februar bis 20. März 2020

 

Diese für 9 Wochen geplante Reise zu unseren Kindern lag leider unter keinem guten Stern.


Die ersten drei Wochen waren die Kinder noch in den Schulen und so hatte ich nur sonntags Zeit, sie zu besuchen.

Diese Sonntage haben wir verbracht, indem ich die mitgebrachten Sachen den Kindern überreicht habe. Wir haben gemeinsam gespielt und wunderbare Stunden verbracht. Aber alles, was wir uns für den April und Mai vorgenommen hatten gemeinsam zu erleben, wurde durch die schreckliche Corona Virus Kriese zunichte gemacht.

 

Die Schulen wurden in der letzten Märzwoche geschlossen und ich bekam eine Nachricht von Condor Airline, dass ich innerhalb zwei Tagen mit der letzten regulären Maschine nach Haus fliegen musste.


Die Kinder waren unendlich enttäuscht und traurig. Es war für mich schrecklich, ihnen mitzuteilen, dass ich praktisch von heute auf morgen abreisen musste. So war es ein tränenreicher Abschied von allen Seiten nach gerade mal 3 Wochen Aufenthalt in Kenia.

 

Unser Haus war gerade fertig geworden mit einem neuen wunderbaren Anstrich, aber wir konnten nicht einmal schöne Bilder davon machen.


Nun fragen die Kinder ständig, wann ist Corona vorbei? Wann können wir wieder zur Schule gehen, wann werden wir wieder so wunderschöne Wochen verleben, wie im vergangenen Jahr? Es ist Ausgehverbot in Kenia und die Kinder dürfen nicht zur Schule, die Läden sind bis auf die Supermärkte alle geschlossen. Es wird sehr streng durchgegriffen vonseiten der Polizei, d. h. sie prügeln mit großen Stöcken auf die Menschen ein, die sich nicht an die Abstands- und Ausgangsregeln halten. So gesehen  ist es ein Glück, dass unsere Kinder weit ab von der Stadt wohnen, sie haben dadurch Erleichterungen mit den strengen Regeln.

Ich hoffe von Herzen, dass sich alles zum Guten wendet und ich bald wieder nach Kenia reisen kann. Die Kinder warten schon.................

Barbara Ernst

 

P.S. Ein paar Bilder haben wir gemacht und sie in unserer Bildergallerie abgelegt.

 

 

 

 

 

 

Unsere Reise im März 2019

 

 

Die Reise nach Kenia von März bis Mai 2019 kann ich nur als  großen Erfolg bezeichnen, denn wir haben am 27.April 2019 unser neues Haus für die Kinder einweihen können.

 

Obgleich das Haus noch nicht komplett fertig gestellt ist, so können die Kinder trotzdem schon jetzt darin wohnen und leben. Die drei Untergeschoßräume sind als nächstes dran und werden sofort fertig gestellt werden, wenn uns die entsprechenden Gelder dafür zur Verfügung stehen.

Der Einzug der Kinder in das neue Haus war für mich eine unglaubliche Erfahrung.

Ich sage ihnen bei der Begrüßung,  dass das Haus nicht der Organisation in Kenia und auch nicht  Joseph dem Leiter dort gehört, allerdings auch nicht MRC Deutschland, sondern den  Kindern vom  Majaoni Rescue Center,  den jetzigen und denen, die noch später einmal kommen werden.

 

Ein riesiges Geklatsche und Lachen der Kinder ist die Antwort.  Also machen wir uns  mit dem alten Van von Joseph auf und fahren die 10 km nach dem Ort Marimani. Diesen Ort müssen Sie Sich jetzt gut merken, denn er wird immer wieder in meinen Berichten auftauchen und das heißt,  das ist nun unser neues Zuhause hier in Kenia.  Marimani, ein kleiner Ort im Nirgendwo,  der gerade am Wachsen ist aber der bereits Schulen und ein Krankenhaus hat.

Schon von weitem kann man unser Haus liegen sehen, es ist blau und weiß angestrichen und sticht aus der braunen-grünen  Landschaft deutlich hervor.  Es  war meine Idee, das Haus blau  und weiß zu streichen, denn ich wollte für die Kinder etwas Lustiges und Einmaliges bauen lassen und es sollte komplett anders sein als alles, was es hier bisher gegeben hatte.

 

Alle Kinder stürzen aus dem Auto und nehmen das Haus in Besitz. Mindestens  45 Minuten  gibt es Lachen, lautes Geschreie und Getobe. Immer wieder kommen die Kinder zu mir und drücken und küssen mich ganz stürmisch,  sagen immer wieder  asante, asante (danke, danke)  und ich weiß spätestens jetzt, dass ich alles das,  was ich bisher auf mich genommen habe und das,  was noch auf mich zukommen wird,  für diesen einen  Augenblick gemacht habe.  Ein wunderschönes  Gefühl. Wir sind alle glücklich.

Dies war mein schönster  Moment  in meinen 10 Jahren Arbeit für diese unglaublich liebenswerten  Kindern.

Alle Zimmer werden besichtigt, das schöne große Wohnzimmer mit den riesigen Fenstern, die wie alle Fenster im ganzen Haus mit Rahmen und  Netzen gegen Insekten  geschützt sind. 

Die Jungen rasen über das große Grundstück und erkunden erst einmal alles. Die Mädchen freuen sich über schöne Duschräume und Schränke in den Schlafräumen. Keine Koffer mehr unter den Betten und Aufhänge-Möglichkeiten für die Kleidung sind nun ebenfalls vorhanden. 

Die Kinder betrachten das Haus als Luxus, sehen nicht die spärlich vorhandenen Möbel, die wenigen Stühle, so dass sie auf dem Fußboden sitzen müssen, wenn sie spielen wollen.

Schon jetzt lieben die Kinder das Haus, ihr Haus, und ich liebe sie dafür, dass sie ihre Dankbarkeit mir so herzlich zeigen. 

Die nächste Reise zu unseren Kinder steht bevor...

Zum 20. Mal fliegt Barbara Ernst zu unserem Projekt nach Mombasa, vom 5. März bis

7. Mai 2019.


Dieses Mal stehen große Dinge an, wir planen den Umzug in unser Haus in Marimani, ein
kleiner Ort, 10 km weiter von unserem bisherigen Standort entfernt.
Dort werden die Kinder viele neue Dinge erleben und wir werden an dieser Stelle davon
berichten. Seien Sie gespannt darauf. Wir melden uns wieder mit Bericht und Fotos.

Bericht zur letzten Reise im Jahr 2018 zum Waisenhaus in Mombasa, Kenia

 

Der Aufenthalt bei unseren Kindern im Majaoni Rescue Center in Mombasa vom Oktober bis
Dezember 2018 war wieder von vielen Ereignissen gekrönt.
Der Bau unseres Hauses schreitet weiter voran, allerdings gibt es auch einigen Ärger mit dem
Bauunternehmer als auch mit den Handwerkern. In Afrika zu bauen ist nicht ganz einfach, da
sowohl die Qualifikation der Handwerker als auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit
zwischen uns und der Baufirma manchmal zu wünschen übrig lässt. Es werden viele
Versprechungen gemacht, die nicht eingehalten werden, es werden Arbeiten ausgeführt, die
nicht dem Niveau entsprechen, das wir von Deutschland gewohnt sind. So muss man etliche
Abstriche machen.
Dennoch wächst das Haus und es wird in einigen Monaten fertig sein. Wir hoffen, dass wir
mit den Kindern im April 2019 dort einziehen können.

 

Hierzu einige Bilder:

Wieder werden uns drei der Kinder zum Ende des Jahres verlassen, da sie nun die Schulen
beendet haben. Für zwei von ihnen wurde eine Lösung gefunden, dass sie ein Weiterbildung
machen können. Für unsere Emmy, die nun die Oberschule verlässt, suchen wir noch einen
Sponsor.

 

Barbara Ernst hat wieder mit den Kinder etliche Stunden in dem von allen Kindern so
geliebten Swimmingpool eines Hotels verbracht und das Schwimmen lernen weiter
vorangebracht. Die Kinder sind mit viel Inbrunst dabei und haben die anfängliche Angst vor
dem Wasser total verloren.

Wir haben mit den Kindern deutsche Spiele gespielt wie „Mensch ärgere dich nicht“ oder
„Halma“ und „Mühle/Dame“. Das war für die Kinder total neu und es wurde gekämpft,
gelacht und manchmal flossen auch Tränen, wenn eines der Kinder ein Spiel verloren hatte.
Aber sie haben es geliebt und wollten es immer und immer wieder spielen.


Zum wiederholten Male war unser Mitglied Katharia M. aus Bad Nauheim mit ihrer Tochter
Karina zu Besuch und die Kinder haben viel Spaß mit ihnen gehabt.


Als nächster Besuch hier in Kenia ist nun schon wieder der März 2019 eingeplant. Dieser
Besuch wird wohl viele Neuigkeiten bringen, da wir den Umzug von unserem jetzigen Heim
in unser wunderbares neues Zuhause geplant haben. Das wird zwar mit vielen Neuerungen
verbunden sein, wie neue Schulen, neue Wege und neue Angewohnheiten, aber dem sehen
wir mit großen Erwartungen und Freude entgegen.

Die nächste Reise zu unseren Kinder steht bevor...

Am 4. Oktober 2018 wird unsere 1. Vorsitzende Barbara Ernst nun zum 19. Mal in unser Waisenhaus nach Mombasa, Kenia fliegen. Dieses Mal wird es eine ganz besondere Reise werden, denn unser neu gebautes Haus steht kurz vor der Fertigstellung und wir hoffen dass wir den Umzug der Kinder in dieses Haus und dann auch die große Einweihung feiern können.


Wenn alles gut läuft, dann werden die Kinder in diesem Jahr das Weihnachtsfest zum ersten Mal in unserem eigenen Haus feiern können.


Unser Bericht über die Ereignisse in Mombasa bzgl. der Hausfertigstellung und der Einweihung folgt an dieser Stelle nach Rückkehr von Barbara Ernst.

Reisebericht die Reise zu unseren Kindern in Mombasa, Kenia von 16. März bis zum 18. Mai 2018.


Vom 16. März bis zum 18. Mai war Barbara Ernst wieder bei den Kindern Im Waisenhaus und hat dort viele Dinge mit ihnen erlebt und sich auch um unseren Neubau gekümmert.
 
Den Kindern in  unserem Waisenhaus geht es gut. Es war nicht leicht für alle, mit der Situation klar zu kommen, sich von vier der älteren Kinder zu trennen. Die jahrelange Gemeinschaft der Geschwister wurde nun durch die Anordnung der Regierung, dass Kinder über 18 Jahre nicht mehr gemeinsam mit den jüngeren Waisenkindern zusammen wohnen dürfen, unterbrochen und es musste für die älteren Kinder eine Notlösung gefunden werden, solange sie noch zur Schule gehen und wir für sie das Schulgeld bezahlen.
Sie wohnen jetzt bei entfernt Verwandten, die nicht gerade glücklich waren, sie aufnehmen zu müssen, da sie selbst kaum genug Geld für ihr tägliches Auskommen haben. Wir haben aber versucht, es so zu regeln, dass die Kinder wenigstens im Waisenhaus weiter ihre Mahlzeiten einnehmen können.
Die Situation in unserem Waisenhaus in Mombasa hat sich in der letzten Zeit durch die Schikanen des Hausbesitzers noch verschärft. So hat er nicht nur die Wasserleitungen von Zeit zu Zeit abgedreht, da die Kinder angeblich zu viel Wasser verbrauchen, sondern auch noch die Kronen der Bäume im Garten abgeschnitten, um sie als Brennholz zu verbrauchen. So ist den Kindern ihr einziger Spielplatz im Schatten genommen worden.
Es wird also Zeit, dass wir unser eigenes Haus, mit dessen Bau wir in 2017 begonnen haben, fertig stellen.
Die uns zur Verfügung gestellten Zuschüsse einer Hilfsorganisation sind zwischenzeitlich verbaut worden und wir sind sehr um weitere Gelder
bemüht, damit das Haus so bald als möglich fertig wird.
Auch dieses Mal haben wir wieder den Kindern Schwimmunterricht erteilt und die ersten Erfolge verbuchen können. Zwei unserer Jungen können nun schwimmen und bald werden andere folgen. Diese und andere Aktivitäten genießen die Kinder sehr und es gibt ihnen eine kleine Abwechslung ihres sonst so eintönigen Alltags.
Zwei neue Kinder Lydia (4 Jahre alt ) und Sule (6 Jahre alt) sind neu hinzu gekommen und sie haben sich sehr gut in die Gruppe eingefügt.
Alle Kinder wissen noch nichts von dem neuen Haus und es wird eine riesige Überraschung für sie sein, wenn wir es hoffentlich im Herbst verkünden, dass sie dort einziehen können.
 

Es geht voran...

Hier ein kleiner Einblick in den aktuellen Stand der Baustelle unseres Weisenhauses "Majaoni Rescue Center" in Mombasa.

Die nächste Reise zu unseren Kinder steht bevor...

Am 16. März 2018 wird Barbara Ernst ihre 18. Reise nach Kenia antreten und sich wieder um viele Belange dort kümmern. Wir werden darüber berichten...

Besuch bei unseren Kindern im „Majaoni Rescue Centre e.V.“ in Mombasa

Vom 6.10. bis 6. 12.2017 war Barbara Ernst wieder bei den Kindern im Waisenhaus in Mombasa. Dieses Mal war die besonders schwierige Situation wegen der noch ausstehenden Wahl überall zu spüren. Das ganz Hin und Her mit den immer wieder verschobenen Wahl- Terminen hat das ganze Land still gelegt. Viele Dinge, die erledigt werden mussten, wurden aufgeschoben und die Menschen wussten nicht, wie es weiter gehen sollte. Ärzte streikten weil sie keine Gehälter mehr ausbezahlt bekamen und die Straßen wurden nicht erneuert, da sich niemand für die Löhne der Bauarbeiter zuständig fühlte von der Regierung.  Schon während und auch nach der Wahl haben die Gegner des amtierenden Präsidenten demonstriert und gekämpft auf den Straßen, hauptsächlich in den Gegenden, in denen die  Hochburgen des Stammes liegen dem der Präsident angehört, im Norden Kenias, also nicht bei uns im Süden an der Küste. Dann, nachdem das offizielle Ergebnis der Wahl bestätigt wurde und der alte wieder der neue Präsident ist, kehrte langsam Ruhe und Normalität ein.

 

Leider ist durch meine Krankheit (ich hatte ein Insekt im Ohr, das nach 5 Wochen erst erkannt und entfernt wurde und mir sehr starke Schmerzen verursacht hat) dieses Mal die Zeit bei den Kindern etwas anders verlaufen als ich es vorgehabt hatte. Trotzdem habe ich mit unseren Vereinsmitgliedern Heinz und Stefan Breitner viel mit den Kindern unternommen. Stefan Breitner hat 6 Monate seiner Ausbildung zum Sozialarbeiter in Mombasa zusammen mit den Kindern verbracht, die das unheimlich genossen haben. Sie waren begeistert jemanden zu haben, der sich nur um sie und ihre Belange gekümmert hat. Wir danken Stefan Breitner an dieser Stelle für sein Engagement bei und mit den Kindern. Ebenfalls danken wir unserem Mitglied Annika Krupp, die wieder einige Male während ihres Aufenthaltes in Kenia bei den Kindern einen Stopp eingelegt und mit den Kindern gespielt und sie unterhalten hat. Die Kinder hängen an Annika und genießen die Tage, an denen sie bei ihnen ist.

 

Wir mussten uns leider von 4 unserer Kinder räumlich trennen, die das 18 Lebensjahr erreicht haben und nach kenianischem Gesetz nun nicht mehr im gleichen Haus wohnen dürfen, wie die jüngeren Kinder. Wir werden sie allerdings weiterhin begleiten, für sie die Schulgebühren bezahlen und uns um sie kümmern. Sie sind bei entfernten Verwandten untergebracht in den Ferien, ansonsten leben sie in den Boarding-Schools während der Schulzeit. Sie können in den Ferien weiterhin im Waisenhaus essen und ihre Geschwister besuchen, aber sie fehlen den kleineren Kindern sehr im täglichen Umgang. Trotz allem haben wir wieder unsere gewohnten Ausflüge zum Meer oder zum Schwimmen-Lernen an den Pool gemacht. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei und einige werden wohl in Kürze schwimmen können, was für afrikanische Kinder nicht gerade selbstver-ständlich ist. Kaum ein Erwachsener kann hier schwimmen.

 

Unser angefangenes Haus macht weiter Fortschritte, obgleich wir noch immer auf der Suche nach weiteren Geldern sind, die uns noch fehlen. Das Fundament ist fertig und man hat mit dem Bau der Wände begonnen. Das wird eine Überraschung für die Kinder geben, wenn wir ihnen eines Tages erzählen, dass sie in ein eigenes Haus umziehen können. Nach einer herzlichen Verabschiedung wie immer ging es dann wieder heim und alle zählen die Wochen bis zum nächsten Mal.

Besuch bei unseren Kindern im „Majaoni Rescue Centre e.V.“ in Mombasa

Vom 14. März bis zum 12. Mai 2017 war unsere 1.Vorsitzende, Barbara Ernst, wieder in Mombasa, um die Zeit mit unseren Kindern zu verbringen und wichtige Angelegenheiten dort zu regeln.

Die ersten 6 Wochen waren begleitet von wundervollem Wetter bei herrlichem Wind und meistens über 30 Grad Wärme.

Außerdem waren zu Besuch im Waisenhaus Steffi Jung und ihr Partner Stefan, die nicht nur viele Geschenke für die Kinder mitbrachten, sondern auch zwei der Kinder besuchen wollten, die Steffi Jung und ihre Freundin als Schulpaten ausgesucht hatten. Sie zahlen für unsere Nelly und Emmy das jährliche Schulgeld. Beide Kinder waren sehr begeistert, einmal ihre Schulpaten kennen zu lernen.

 

Unser Mitglied Heinz Breitner mit seiner Frau Lena aus Salching bei München hatte für eine längere Zeit auch seinen Urlaub in Mombasa gebucht. Sie waren oft bei den Kindern und haben enge Kontakte geschlossen. Gemeinsam haben wir versucht, den Kindern Schwimmunterricht in einem Swimming Pool eines nahe gelegenen Hotels zu geben. Einige der Kinder sind schon auf dem richtigen Weg, schwimmen zu lernen, aber es bedarf sicherlich noch einiger weiteren Pool-Tage.

Wir haben ein neues Mitglied in unserer Mitte aufgenommen und zwar die kleine Julie. Ihre Mutter, noch Schülerin, hatte sie einen Tag nach der Geburt im Krankenhaus verlassen, da sie mit dem Kind nicht zu ihren Eltern nach Hause kommen durfte, man wollte das Kind töten. Um das zu verhindern, fragte man bei uns an, ob wir das 1 Tag alte Baby nehmen wollten. Wir haben das kleine Würmchen aufgenommen und hoffen, dass es bei uns in Gesundheit aufwachsen kann.

 

Das highlight des Aufenthaltes war allerdings die Mitteilung einer großen deutschen Charity Organisation, die uns die Zusage gab, einen größeren Anteil zu dem von uns geplanten Hausbau für die Kinder auf dem in 2015 gekauften Grundstück zu zahlen. Dieses Grundstück ist mittlerweile eingezäunt und sobald die Baugenehmigung vorliegt, können wir mit dem Bau beginnen. Allerdings muss noch ein beachtlicher Anteil der Kosten durch andere Sponsoren aufgebracht werden.

 

Leider begann in diesem Jahr die Regenzeit dort in Kenia bereits im April.  Für die Einheimischen und die Natur war das ein Segen, aber es hatte auch seine negativen Seiten, denn es regnete an einem Stück 11 Tage. Das hatte zur Folge, dass Häuser einstürzten und Brücken zusammen brachen oder einfach weg gespült wurden. Etliche Menschen kamen dabei ums Leben.

 

Im August d. J. finden in Kenia wieder Wahlen statt. Alle Menschen, die ich kenne, hoffen auf eine Veränderung, denn das Leben dort ist sehr schwer für die Menschen. Die täglichen Grundnahrungsmittel werden von Woche zu Woche teurer und sind fast nicht mehr bezahlbar für alle mit einem geringen Einkommen. Aber es bleibt abzuwarten, was in diesem Land, wo Korruption an der Tagesordnung ist, geschieht. Es sei den Menschen zu wünschen, dass eine neue Regierung das Leben etwas erleichtert.

Bald ist es wieder soweit...Unser erster Besuch 2017!

Am 14. März 2017 wird unsere Vorsitzende Barbara Ernst wieder bei unseren Kindern in Mombasa sein. Durch die vielen Sachspenden die durch unsere großzügigen Sponsoren eingegangen sind wird sie auch diesesmal wieder mit einer Menge Gepäckstücke reisen.

 

Vielen Dank an unsere Sponsoren für die Unterstützung.

 

Barbara Ernst wird auch diesemal nach Ihrer Reise hier wieder ein kleines Reisetagebuch veröffentlichen.

Unser letzter Besuch bei unseren Kindern im Jahr 2016...

Am 13.Oktober 2016 ist Barbara Ernst zum 15. Mal nach Kenia zu den Kindern ins Waisenhaus geflogen. Dieses Mal waren auch die Schatzmeisterin, Brigitte Kluge mit ihrem Mann für 4 Wochen als auch unser Vereinsmitglied Katharina Maier mit ihrer Tochter Karina für 14 Tage zur gleichen Zeit dort.

 

Wir haben wieder viel mit den Kindern gemeinsam unternehmen können wie z. B. eine Bootsfahrt mit dem Glasbodenboot auf dem Indischen Ozean zum nahe gelegenen Riff. Dort konnten sie die Welt der Fische und Meerestiere bei Tageslicht in den Tümpeln bestaunen und durften zauberhafte bunte Seesterne in ihren Händen halten.

 

Es war ein riesiges Vergnügen, genauso wie der Tag am Pool eines benachbarten Hotels. Dort waren die Kinder den ganzen Tag nicht aus dem Wasser zu bekommen, sie plantschten und sprangen bis zur Erschöpfung im Kinderpool herum, denn keines der Kinder kann richtig schwimmen. Das wollen wir unbedingt beim nächsten Mal anfangen zu ändern und den Kindern Schwimmunterricht geben.

 

Es wurden wie immer etliche Verbesserungen und Renovierungen im Haus der Kinder vorgenommen. So z B.  wurden Eisenpfosten zum Trocknen der Wäsche installiert, beide Toiletten und Duschen wurden renoviert,  in den Schlafräumen brachte unser Tischler Vorrichtungen an,  zur Aufbewahrung der Kleidung der Kinder und es wurden neue Tische und Stühle für den Jungen-Schlafraum angefertigt.

 

Um unser vor einigen Monaten gekauftes Grundstück muss dringend ein Zaun gebaut werden, damit nicht Einheimische auf diesem Grundstück ihre Häuser errichten, was in Afrika an der Tagesordnung ist. Dafür kommt viel Arbeit auf uns zu und wir brauchen auch wieder einiges an Geldern.

Das Neue Jahr 2017 fängt gut an

Am 8.1. hat unser Sponsor, die Firma BECO in Bad Salzuflen, uns mit 6 großen Paketen mit Schwimm-Equipment überrascht.

 

Darunter sind neben etlichen Badeanzügen für alle Jungs und Mädchen im Waisenhaus auch für jedes Kind ein Schwimmgürtel. Nun bin ich gespannt, wie sich beim nächsten Besuch im März/April die Kinder beim Schwimmunterricht anstellen werden.

 

Ein großes DANKESCHÖN an die Firma BECO, Bad Salzuflen für diese wunderbare Spende.

 

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Majaoni Rescue Centre e.V.